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M+E Tarifbewegung 2026
Vierter Warnstreiktag: Über 2.400 Beschäftigte bei Airbus, WashTec und KUKA in Aktion

Über 2.400 Beschäftigte bei Airbus, WashTec und KUKA beteiligen sich an Aktionen am vierten Warnstreiktag. Damit haben bereits deutlich mehr als 5.500 Menschen in dieser Woche in Augsburg und Nordschwaben Druck für mehr Geld und sichere Arbeitsplätze gemacht.


5. November 2026 5. November 2026


Die Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie hält in Augsburg und Nordschwaben unvermindert an. Am vierten Warnstreiktag lag der Schwerpunkt der Aktionen in den Airbus-Betrieben der Region. Allein bei Airbus Aerostructures in Augsburg und Airbus Helicopters in Donauwörth beteiligten sich insgesamt rund 1.800 Kolleginnen und Kollegen an den Warnstreiks und machten damit deutlich, dass sie hinter den Forderungen der IG Metall stehen.

Damit reiht sich die Region in einen bundesweiten Aktionstag ein, an dem insbesondere die boomende Luftfahrtbranche im Mittelpunkt stand. Die hohe Beteiligung zeigt: Auch in wirtschaftlich starken Unternehmen erwarten die Beschäftigten spürbare Einkommensverbesserungen und verlässliche Perspektiven für die Zukunft.

Bereits in den frühen Morgenstunden stand bei WashTec in Augsburg die Produktion zeitweise still. Rund 100 Beschäftigte legten die Arbeit nieder und beteiligten sich am Warnstreik. Sie sendeten damit ein klares Signal an die Arbeitgeberseite, in den Verhandlungen endlich ein tragfähiges Angebot vorzulegen.

Am Nachmittag verlagerte sich der Schwerpunkt nach KUKA in Augsburg. Dort beteiligten sich 525 Kolleginnen und Kollegen an einer Aktion vor den Werkstoren. Im Mittelpunkt stand dabei die Frage nach der aktuellen Stimmungslage der Beschäftigten mit Blick auf die Zukunft des Standorts. Die große Beteiligung machte deutlich, dass die Kolleginnen und Kollegen nicht nur bei der Tarifrunde, sondern auch bei den Zukunftsperspektiven ihres Betriebs mitreden wollen.

„Die hohe Beteiligung in den Airbus-Betrieben, bei WashTec und KUKA zeigt, dass die Beschäftigten geschlossen hinter unseren Forderungen stehen. Die Arbeitgeber sollten diese Signale nicht überhören. Die Menschen erwarten Respekt für ihre Leistung, mehr Geld und sichere Arbeitsplätze“, so Ferdije Rrecaj, 1. Bevollmächtigte und Geschäftsführerin der IG Metall Augsburg.

Nach vier Warnstreiktagen haben sich in Augsburg und Nordschwaben bereits deutlich mehr als 5.500 Beschäftigte an den Aktionen der Tarifbewegung beteiligt. Damit wächst der Druck auf die Arbeitgeber weiter, in den laufenden Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen.

Die Botschaft aus den Betrieben ist eindeutig: Die Beschäftigten sind bereit, ihren Forderungen auch weiterhin mit Nachdruck Gehör zu verschaffen.

Kontakt
Rrecaj Ferdije
IG Metall Augsburg

Ferdije Rrecaj

Tarif- und regionale Wirtschaftspolitik, Bildungsarbeit, Seniorenarbeit