2026-07-02_VARTA_Mahnwache

Pressemitteilung
Mahnwache bei Varta Microproduction in Nördlingen

Beschäftigte fordern soziale Verantwortung, Transparenz und Perspektiven


6. Juli 2026 6. Juli 2026


Nördlingen/Augsburg, 03.07.2026 – Mit einer Mahnwache vor dem Werk der Varta Microproduction in Nördlingen haben Beschäftigte, Betriebsrat, IG Metall sowie zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer am 2. Juli ein deutliches Zeichen der Solidarität gesetzt. Hintergrund ist die geplante Schließung des Standorts mit dem Verlust von rund 350 Arbeitsplätzen.

Besonderes Symbol der Aktion war ein Meer aus 350 Grablichtern, die stellvertretend für die bedrohten Arbeitsplätze standen. Sie machten sichtbar, dass hinter jeder Stelle ein Mensch, eine Familie und eine persönliche Zukunft steht.

Die Beschäftigten sind erneut die Leidtragenden von Entscheidungen, die sie nicht getroffen haben. Nach Jahren des Engagements und bereits vorgenommenen Einschnitten erwarten sie zu Recht einen fairen und respektvollen Umgang“, betonte Juliane Deak, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Augsburg.

Die Mahnwache erhielt breite Unterstützung aus Politik, Gewerkschaften und regionalen Betrieben. Solidarität bekundeten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter des DGB, der Betriebsseelsorge sowie Beschäftigte verschiedener Unternehmen aus der Region.

Die IG Metall fordert vom Unternehmen:

• den Erhalt von Arbeitsplätzen innerhalb der AG,
• tragfähige Härtefallregelungen,
• einen angemessenen Retentionsbonus,
• vollständige Transparenz über die weiteren Schritte,
• eine nachvollziehbare Zeitplanung,
• faire Abfindungsregelungen.

Zugleich fordert die Gewerkschaft von der Politik, zu prüfen, ob öffentliche Fördermittel zurückgefordert werden können, wenn Unternehmen ihrer Verantwortung gegenüber Beschäftigten und Standorten nicht gerecht werden.

Auch wenn die Chancen gering seien, die Werksschließung noch zu verhindern, dürfe die soziale Verantwortung gegenüber den Beschäftigten nicht enden. „Gerade jetzt braucht es Respekt, Verlässlichkeit und konkrete Perspektiven für die Menschen vor Ort“, so Deak.

Die Mahnwache machte deutlich: Die Beschäftigten stehen nicht allein. Nun erwarten die Betroffenen, dass der großen Solidarität auch konkrete Lösungen und soziale Verantwortung seitens des Unternehmens folgen.



Pressemitteilung der IG Metall Augsburg vom 19.05.2026

2026-07-03_PM_Mahnwache_VMP

Kontakt
Deak Juliane
IG Metall Augsburg

Juliane Deak

Ortsfrauenausschuss, Nebenstelle Ries und Dillingen/Lauingen