Der Schock sitzt tief
Die angekündigte Schließung der Varta Micro Produktion zum 31.10.2026 ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten – und sie hat eine Vorgeschichte: Schon Ende 2025 wurden in Nördlingen mehrere hundert Arbeitsplätze abgebaut, weil Aufträge weggebrochen sind. Ursache war damals wie heute dieselbe riskante Strategie: die einseitige Abhängigkeit von einem Großkunden. Wir haben früh gewarnt. Gehört wurde nicht.
„Nun droht der nächste Kahlschlag – und das ausgerechnet an einem hochspezialisierten, leistungsfähigen Standort mit engagierten Beschäftigten. Hier wurden über Jahre falsche Entscheidungen getroffen. Die Verantwortung dafür liegt beim Management – nicht bei der Belegschaft“, erklärt Juliane Deak zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Augsburg.
Denn die Kolleginnen und Kollegen haben geliefert: Sie haben Krisen mitgetragen, flexibel reagiert, den Standort am Laufen gehalten und an seine Zukunft geglaubt. Dieses Engagement verdient Respekt – und nicht die Schließung.
Unternehmen und Politik in der Pflicht
Varta darf sich jetzt nicht aus der Verantwortung stehlen. Wer Risiken falsch einschätzt, darf die Folgen nicht auf die Beschäftigten abwälzen.
Zugleich fordert die Gewerkschaft die Politik auf, sich aktiv einzubringen. „Industriestandorte und gute Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben. Hier ist auch die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen und einen möglichen Dialog für eine potenzielle Zukunft zu unterstützen“, so Ferdije Rrecaj, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Augsburg.
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