Am 03. Februar 2026 haben die Beschäftigten von Faurecia in Augsburg gemeinsam mit zahlreichen Kolleg*innen aus anderen Betrieben und weiteren Unterstützer*innen aus der Region ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt: Wir sind viele. Wir sind laut. Und wir kämpfen für die Zukunft unseres Standorts.
Vor dem Werkstor machten die Beschäftigten unmissverständlich klar, dass sie die geplante Schließung nicht kampflos hinnehmen werden. Wenn der französische Konzern nicht mehr an den Standort Augsburg glaubt, wird dies für ihn ein teurer Schritt werden.
Über 1.000 Stellen seit 2018 verloren – und das Sterben auf Raten geht weiter
Die Lage bei Faurecia ist seit Jahren dramatisch: Bereits seit 2018 wurden über 1.000 Arbeitsplätze abgebaut. Nun sollen weitere 116 Stellen wegfallen. Gleichzeitig reicht die aktuelle Auslastung nur noch bis 2027 – ein deutliches Warnsignal für ein schleichendes Aus des traditionsreichen Standorts.
IG Metall und Betriebsräte: Konzepte liegen auf dem Tisch – doch der Arbeitgeber blockiert
Gemeinsam haben IG Metall und Betriebsräte konkrete Transformations- und Zukunftsideen ausgearbeitet und Gespräche mit potenziellen Kund*innen initiiert. Doch echtes Interesse auf Arbeitgeberseite? Fehlanzeige.
Trotzdem bleibt eines klar: Der Kampf geht weiter – selbstbewusst und mit erhobenem Haupt.
Die Belegschaft ist hoch qualifiziert, das Know-how über Jahrzehnte gewachsen. Dieses Wissen darf nicht verloren gehen – und der traditionsreiche Zeuna‑Stärker‑Standort hat eine faire Chance verdient. Noch ist nichts entschieden.
Solidarität macht stark
Besonders motivierend: Die breite Unterstützung aus anderen Betrieben der Region. Kolleginnen und Kollegen aus vielen Bereichen waren am Kundgebungstag vor Ort und haben gezeigt, dass die Beschäftigten bei Faurecia nicht alleine stehen.
Die Solidarität trägt – und der gemeinsame Kampf geht weiter.